
Druckveredelungen | Konturstanzung (Stanzung)
Konturstanzungen
Was sind Konturstanzungen?
Konturstanzung ist ein Veredelungsverfahren, bei dem ein Druckprodukt nicht einfach gerade (rechteckig) beschnitten wird, sondern entlang einer individuellen Kontur – also der äußeren Form eines Motivs, Logos oder Designs – ausgestanzt wird.
- Es wird ein individuelles Stanzwerkzeug (Stanzform) angefertigt, das exakt der gewünschten Kontur folgt
- Damit wird das Papier/Material nach dem Druck ausgestanzt – das Ergebnis ist eine freie, nicht-rechteckige Form
- Möglich sind einfache Formen (abgerundete Ecken, Wellen) bis hin zu komplexen Silhouetten (ein Produkt, ein Tier, ein Schriftzug als Außenkontur)
- Mit Konturstanzung: die Form selbst wird Teil der Gestaltung, nicht nur der Druckinhalt
Der Effekt
Konturen und Formen verarbeitet das Gehirn schneller als Text oder Farbe – die Silhouette wird erkannt, bevor der Inhalt überhaupt gelesen wird. Eine individuelle Form bricht mit der Erwartungshaltung, die man unbewusst an Drucksachen hat, und genau dieser Bruch sorgt für einen kurzen, unwillkürlichen Aufmerksamkeitsmoment – man schaut hin, bevor man weiß warum.
Dazu kommt ein Gedächtniseffekt: Was sich von der Masse ähnlicher Objekte abhebt, bleibt deutlich zuverlässiger im Kopf als das, was dem Muster folgt. Im Stapel, im Posteingang, auf dem Schreibtisch wirkt das wie ein Anker – während vieles andere wieder vergessen wird, bleibt die ungewöhnliche Form hängen.
Marketingtechnisch heißt das: Konturstanzung erzeugt Aufmerksamkeit nicht über Lautstärke (Farbe, Größe, Kontrast), sondern über die Form selbst – ein Reiz, der auf einer tieferen, vorsprachlichen Ebene wirkt als Layout oder Text.
Die Aussage & der große Vorteil
Wer in Konturstanzung investiert, sagt non-verbal: Wir bleiben nicht im Rahmen. Ein Unternehmen, das sich nicht mit der Standardform begnügt, signalisiert Eigenständigkeit und Mut zur Abweichung – das überträgt sich unbewusst auf die Wahrnehmung der Marke selbst: Wer hier schon investiert, wird auch sonst nicht den einfachsten Weg gehen. Die Form wird zur Visitenkarte der eigenen Haltung, bevor ein einziges Wort gelesen wurde.
Vorteil
Sorgt für Wiedererkennung und Differenzierung im direkten Vergleich – im Stapel, im Postfach, im Regal sticht die individuelle Form sofort heraus, ganz ohne lauten Farbeinsatz. Steigert nachweislich die Rücklaufquote bei Mailings und Drucksachen, da die Form selbst schon zum Öffnen/Anfassen einlädt. Lässt sich mit nahezu jeder anderen Veredelung kombinieren, ohne sich gegenseitig zu stören. Siehe auch „Effekt“.
Stanzform wiederverwendbar (eingelagert)
Individuelle Formen und Formate
Ab ca. Auflage 500 Stück
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Best Practice Beispiele von Konturstanzungen. Sie wollen mehr Beispiele oder Ideen? Sprechen Sie uns an.
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Hilfe bei Ihren Druckdaten und weitere Informationen
Die Stanzkontur ist immer eine eigene, zusätzliche Information in der Datei – getrennt vom eigentlichen Druckmotiv. Damit aus Ihrer Datei am Ende ein sauberer, passgenauer Schnitt wird, sind ein paar Punkte entscheidend:
Die Stanzlinie selbst
- Legen Sie die Kontur als eigene Ebene an, klar benannt (z. B. „Stanze“ oder „Cut“) – nicht als Teil der Bild- oder Textebene.
- Definieren Sie dafür eine eigene Sonderfarbe (Volltonfarbe), z. B. 100 % einer Zusatzfarbe – niemals eine Mischfarbe aus CMYK, sonst lässt sich die Linie später nicht zuverlässig automatisch erkennen.
- Die Linie selbst sollte eine Haarlinie sein (ca. 0,25 pt), ohne Füllung, nur als Pfad – sie wird ja nicht mitgedruckt, sondern ist reine Schnittinformation.
- Wichtig: Kontur auf Überdrucken stellen (in InDesign über Fenster → Ausgabe → Attribute, Häkchen bei „Fläche überdrucken“ und „Kontur überdrucken“). Sonst wird die Linie beim Drucken als weiße Aussparung interpretiert und reißt ein Loch ins Motiv, statt nur als Schnittpfad gelesen zu werden.
Nut / Rillung (falls benötigt)
- Soll das Produkt nach der Stanzung gefaltet werden (z. B. bei Verpackungen, Klapp-Visitenkarten oder Displays), braucht es zusätzlich eine Nutlinie – die muss getrennt von der Stanzkontur angelegt werden, niemals auf derselben Ebene oder Farbe.
- Auch die Nut bekommt eine eigene, eindeutig benannte Sonderfarbe (z. B. klar als „Nut“ oder „Rille“ bezeichnet) – so unterscheidet die Druckvorstufe zuverlässig zwischen „hier wird geschnitten“ und „hier wird nur gefalzt“.
- Werden Stanze und Nut versehentlich in derselben Farbe oder Ebene angelegt, kann es passieren, dass an der Nutlinie geschnitten statt gerillt wird (oder umgekehrt) – das macht die ganze Auflage unbrauchbar. Klare Benennung ist hier kein Detail, sondern Pflicht.
Der Pfad selbst
- Die Kontur muss ein geschlossener, glatter Vektorpfad sein. Offene Pfade, doppelte oder überlappende Ankerpunkte sorgen für ungenaue oder unterbrochene Schnitte.
- Möglichst wenige, saubere Stützpunkte verwenden – zu viele kleine Knicke machen das Werkzeug unnötig komplex und teurer.
- Mindestradien an Ecken einhalten, besonders bei dickeren oder strukturierten Materialien: zu spitze, scharfe Ecken brechen beim Stanzen leichter aus und verschleißen das Werkzeug schneller. Als Richtwert: lieber Ecken mit kleinem Radius statt 90°-Spitzen, wo immer es das Motiv zulässt.
Sicherheitsabstände
- Planen Sie immer einen Sicherheitsabstand zwischen wichtigen Inhalten (Logo, Text, Bildkante) und der Schnittkante ein – die Stanzung sitzt nie zu 100 % exakt zum Druck, eine kleine Toleranz ist immer einzukalkulieren. Als grobe Orientierung: mindestens 2–3 mm Abstand zwischen kritischen Elementen und der Stanzlinie.
- Bei mehreren Formen im selben Bogen: Stege zwischen den einzelnen Nutzen mit einplanen, damit das Material beim Stanzen nicht zerfällt und sich noch handhaben lässt.
Format & Lieferung
- Liefern Sie die Datei als Vektor – PDF/X oder offene InDesign-/AI-Datei, im Maßstab 1:1. Niemals als gerastertes JPG oder PNG, sonst geht die exakte Pfadinformation verloren.
- Bei sehr filigranen oder komplett neuen Formen empfehlen wir vor der Großauflage einen Prüfschnitt – so lassen sich Werkzeug und Material vorab testen, bevor die komplette Auflage läuft.
Am besten stimmen Sie die finale Kontur (und ggf. Nutlinie) vor dem Werkzeugbau direkt mit uns ab – da pro Form ein eigenes Stanzwerkzeug entsteht, lassen sich nachträgliche Änderungen nicht mehr „mal eben“ korrigieren.
Da für jede individuelle Form ein eigenes Stanzwerkzeug angefertigt wird, verteilen sich diese Werkzeugkosten erst bei höheren Stückzahlen sinnvoll auf den Einzelpreis. Bei sehr kleinen Auflagen oder einmaligen Projekten ist Lasercut oft die wirtschaftlichere Alternative, da hier kein Werkzeug nötig ist. Wird die Form dagegen wiederkehrend genutzt – etwa als festes Verpackungsformat oder Markenform – zahlt sich die Stanzform über mehrere Auflagen hinweg aus.
Eine Laserstanzung bedeutet auch Schmauchspuren auf der Rückseite (durch das Verbrennen entstehen Schmauchspuren am Papier, die sichtbar seien können).
Sorgt für sofortige Wiedererkennung und Differenzierung, ganz ohne lauten Farbeinsatz – die Form allein macht den Unterschied. Lässt sich mit nahezu jeder anderen Veredelung kombinieren, ohne sich gegenseitig zu stören. Steigert nachweislich die Rücklaufquote bei Mailings und Drucksachen, da eine ungewöhnliche Form schon zum Anfassen einlädt. Siehe auch „Effekt/Aussage“.
Kombinieren Sie die Druckveredelung „Konturstanzungen“ mit folgenden weiteren Druckveredelungen und stechen Sie noch mehr heraus, bleiben Sie noch länger im Gedächtnis und treffen Sie noch stärker Ihre Markenbotschaft.
Unsere Empfehlung:
Konturstanzungen lassen sich mit fast allen weiteren Druckveredelungen kombinieren.
Manche Veredelungen sind sogar ratsam. Lassen Sie uns gemeinsam Ihr Ziel und Wunsch besprechen.

Heißfolienprägung
Kombinieren Sie Softtouchfolie mit einer Heißfolienprägung für ein unvergleichliches optisches und haptisches Erlebnis.

Glänzende Cellophanierung
Kombination mit glänzender Cellophanierung auf der gegenüberliegenden Seite

Matt-Kratzfeste Cellophanierung
Kombinieren Sie die rauhe Oberfläche mit einer matten und kratzfesten Oberfläche auf der anderen Seite Ihres Druckprodukts.

Relieflack
Kombinieren Sie die Softtouch-Folie mit erhabenen glänzenden Relieflack-Effekten um einen einzigartigen Kontrast zu erzeugen.

Spotlack
Kombinieren Sie die samtweiche Oberfläche mit partiellen, glänzenden, glatten Oberflächen um Elemente extra hervorzuheben. Kontraststark und elegant.

Prägung
Prägen Sie Ihr Produkt hoch oder tief. Lenkt die Aufmerksamkeit dorthin, wo Sie gebraucht wird.
Wirkt früher wie heute elegant.

Neon-Farben / Sonderfarben
Fällt auf, wo andere übersehen werden. Bleibt selbst aus der Distanz und im Halbdunkel das Erste, was ins Auge fällt.

Rough-Cellophanierung
Ihr Produkt benötigt eine raue Oberfläche? Rough-Cellophanierung macht es möglich.

Duftlack
Werbung die man riechen kann? Duftlack macht es möglich. Duftet nach Zimt, Vanille, Lavendel und vielem mehr.

Rubbellack
Spannung und/oder Sicherheit. Rubbellack ist Ihre Lösung.

Softtouch-Cellophanierung
Erzeugen Sie eine samtweiche vollflächige Oberfläche für eine freundliche und wohlwollende Haptik.
Fazit Konturstanzung
Die Konturstanzung wirkt. Sie wirkt von weitem. Sie wirkt, bevor das Produkt in den Händen Ihrer Kund:innen ist. Bevor auch nur ein Satz gelesen wurde. Die Form sagt bereits worum es geht. Oder wirkt mysteriös und erzeugt Spannung. Was es auch ist – es ist einzigartig.







































