
Papiere | Recyclingpapier
Recyclingpapier
Was ist Recyclingpapier?
Recyclingpapier ist Papier, das nicht aus frischem Zellstoff (Primärfaser aus Holz), sondern überwiegend oder vollständig aus Altpapier hergestellt wird. Gebrauchtes Papier wird gesammelt, zu Faserbrei aufgelöst, von Druckfarben befreit (Deinking) und zu neuem Papier verarbeitet.
Das Papier
Viele verbinden „Recyclingpapier“ noch mit grau, dünn, minderwertig – ein Kompromiss zulasten der Optik. Genau diese Erwartung wird unterlaufen: moderne Recyclingqualitäten stehen Frischfaserpapier in Weißgrad, Bedruckbarkeit und Haptik kaum noch nach.
Wer genau das Gegenteil möchte, erhält auch das. Geringen Weißgrad im Papier um auf den ersten Blick zu Kommunizieren: Hier ist Recyclingpapier verwendet worden!
Das Gefühl/die Optik
Haptisch zeigt sich Recyclingpapier oft mit einer leicht griffigeren, manchmal feinkörnigeren Oberfläche als hochglänzendes Frischfaserpapier – weniger glatt-perfekt, dafür ehrlicher im Griff. Man spürt eine gewisse Natürlichkeit, fast wie bei Naturpapier: keine künstliche Glätte, sondern eine Oberfläche, die sich „echt“ anfühlt.
Optisch zeigt sich der Unterschied am deutlichstenmit feinen, organischen Schattierungen, die nie zwei Bogen exakt gleich aussehen lassen. Wo andere Materialien auf Beständigkeit ausgelegt sind, liegt hier der Reiz gerade in der kleinen Unregelmäßigkeit – jedes Blatt trägt seine eigene, leichte Note. Vergleichbar mit einem Möbelstück aus Holz: Man sieht die Maserung, die Geschichte, die Spuren.
Wirkung & Aussage
Recyclingpapier macht eine Botschaft glaubwürdig – aber nur, wenn die Botschaft dazu passt. Wer ein Produkt mit ökologischem Anspruch auf Recyclingpapier druckt, lässt Medium und Inhalt zur selben Aussage verschmelzen. Das Material beweist, was der Text behauptet. Es fühlt sich nicht nach Verkaufen an, sondern nach Mitteilen. Ein vollflächig cellophaniertes Druckprodukt mit Spotlack sieht hochwertig aus – aber es sagt nicht „Ich bin ökologisch.“
Produktlösungen für Recyclingpapiere.
Beispiele für Druckprodukte auf Recyclingpapier
- Flyer & Folder
- Visitenkarten
- Banderolen (einseitig)
- Einladungskarten
- Mailings
- Umschlag Broschüren & Kataloge (einseitig)
- Stülpschachteln
- Geschäftsberichte
- Präsentationsmappen / Angebotsmappen
- Buchumschläge
- Weihnachtskarten
- Speise- und Menukarten
- Briefbogen
- Schreibblocks, Notizbücher
- Nachhaltigkeitsberichte
- Urkunden
- Nachhaltige Kommunikationsmittel
- Und mehr...
Recyclingpapiere sollten – unserer Meinung nach – nicht unbedingt mit jeder Druckveredelung in Verbindung gebracht werden. Wer sich, trotz Mehrkosten, für Recyclingpapier entscheidet, der möchte eine Ökologische Kommunikation. Folien oder Lacke stehen dem oft gegenüber. Mit Ausnahmen von Haltbarkeit (durch Cellophanierungen).

Konturstanzung
Bringen Sie Druckprodukte in Ihre Wunschform. Kommunizieren Sie in Symbolen/Formen.

Prägung
Prägen Sie Ihr Produkt hoch oder tief. Lenkt die Aufmerksamkeit dorthin, wo Sie gebraucht wird.
Wirkt früher wie heute: elegant

Duftlack
Werbung die man riechen kann? Duftlack macht es möglich. Duftet nach Zimt, Vanille, Lavendel und vielem mehr.
Hilfe bei Ihren Druckdaten und weitere Informationen zu Recyclingpapieren
Für den Druck auf Recyclingpapier nutzen wir – wie bei Naturpapier – das Farbprofil PSO_SNP (ISO Uncoated v2), den europäischen Standard für ungestrichene Papiere im Offsetdruck. Das Profil legt fest, wie viel Farbe das Papier aufnimmt und wie sich Farben dadurch im fertigen Druck verhalten. Da Recyclingpapier wie Naturpapier ungestrichen ist, gilt auch hier ein reduzierter Farbauftrag von ca. 260–280 % (im Vergleich: Bilderdruckpapiere ca. 300 %).
Je nach Altpapieranteil und Deinking-Qualität kann die Farbaufnahme leicht variieren – bei sehr hohen Recyclinganteilen oder gröberen Qualitäten tendenziell etwas saugfähiger als bei hochweißen, stark veredelten Recyclingpapieren. Das Profil bleibt aber dasselbe.
Wichtig für Ihre Druckdatei: Bilder und Farbflächen müssen immer in das richtige Profil umgewandelt werden (in InDesign oder Photoshop über Bearbeiten → In Profil umwandeln). Das ist kein optionaler Schritt, sondern Pflicht. Arbeiten Sie ohne diese Umwandlung, kann es zu deutlichen Farbabweichungen kommen: Bilder wirken am Bildschirm oft kontrastreicher und satter, als Recyclingpapier es später tatsächlich wiedergeben kann.
Recyclingpapier ist ungestrichen – das bringt dieselben drucktechnischen Eigenschaften wie Naturpapier mit sich: ein reduzierter Farbauftrag (ca. 260–280 % statt 300 %), ein wärmerer Weißton statt Hochglanz-Weiß, und eine etwas weichere, weniger kontrastreiche Bildwiedergabe als auf gestrichenem Bilderdruckpapier. Wer am Bildschirm sehr satte, kontraststarke Bilder gewohnt ist, sollte das von Anfang an einplanen – nicht erst beim Andruck feststellen.
Jedes Blatt, jeder Bogen Papier unterscheidet sich stärker von dem anderen, als es bei Bilderdruckpapieren oder Naturpapieren der Fall ist. Reste, Körner, kleine „Fehler“ im Papier lassen sich nicht bei jedem Weißgrad / bei jedem Recyclingpapier verhindern. Wer Recyclingpapier wählt möchte genau das – aber sollte es auch wissen.
Recyclingpapier ist teurer als die anderen Papierqualitäten im Sortiment – das ist ein Fakt, den man nicht schönreden sollte. Wer sich dafür entscheidet, zahlt einen bewussten Aufpreis für die Haltung, die damit transportiert wird.
Genau das macht die Entscheidung aber auch glaubwürdig: Hier wird nicht aus Kostengründen „das Günstigste“ gewählt, sondern bewusst investiert. Der Mehrpreis ist Teil der Aussage – wer ihn zahlt, zeigt, dass die ökologische Botschaft mehr ist als eine Behauptung.
Wirtschaftlich sinnvoll wird der Aufpreis vor allem dort, wo die Wirkung den Mehrwert übersteigt: bei Geschäftsberichten, Imagebroschüren oder Kampagnen mit ökologischem Kern, wo Glaubwürdigkeit direkt zum Markenkapital beiträgt.







































