
Papiere | Naturpapier (Offsetpapier)
Naturpapier
Was ist Naturpapier?
Naturpapier ist ungestrichenes Papier – das heißt, es hat keine zusätzliche Beschichtung auf der Oberfläche, welche das Papier „verschließt“. Während andere Papiere mit einer glatten, matten oder glänzenden Schicht überzogen werden, bleibt Naturpapier einfach so, wie die Faser von Natur aus ist.
Das spürt und sieht man sofort: Die Farbe zieht beim Druck ein bisschen in das Papier ein, statt nur oben drauf zu liegen. Dadurch wirken Farben etwas weicher und gedeckter – kein strahlender Hochglanz, dafür eine Haptik, die sich warm und griffig anfühlt. Das bringt beim Drucken technisch andere Anforderungen mit sich.
Der Effekt
Die offene Oberfläche saugt Farbe auf. Sie trägt sie nicht nur – sie nimmt sie auf.
Das hat zwei Seiten: Rasterpunkte weiten sich minimal, Tonwertzuwachs nennt man das. Feine Schrift oder sehr filigrane Raster verlieren dadurch etwas Schärfe gegenüber gestrichenem Papier. Bei normalen Schriftgrößen und üblichen Bildmotiven: in der Praxis kaum sichtbar.
Dafür gilt: kein Reflexionsproblem. Naturpapier glänzt nicht – also blendet es auch nicht. Unter keinem Licht, aus keinem Winkel.
Der Kontrast bleibt zurückhaltender als bei Glanzvarianten. Schwarz bleibt sattes Dunkelgrau, kein Tiefschwarz. Farben wirken gedeckt statt strahlend.
Kein Mangel. Eine Eigenschaft – genau die, die Naturpapier seinen ruhigen, unaufdringlichen Charakter gibt.
Das Gefühl/die Optik
Das für den Druck benötigte PSO_Uncoated Profil gibt dem Ganzen Druckprodukt eine maximalen Farbauftrag von 260-280 % statt satten 330 % bei Bilderdruckpapieren.
Das ist nichts schlimmes – die Optik und Haptik des Papiers lassen schon darauf schließen – ähnlich zu einem Löschblatt.
Bei vollen Flächen und je nach Qualittät des Naturpapiers können sogenannte Wolkenbildungen entstehen. Die Struktur des Naturpapiers wird durch dunkle volle Flächen dann stark sichtbar. Dies muss nichts schlechtes sein – genau das macht es aus.
Und genau das Ergebnis will man auch erreichen.
Wirkung & Aussage
Kurzgesagt: Naturpapier sagt: „Was hier steht, ist wichtige.“ Es eignet sich für alle, die Vertrauen, Ehrlichkeit und Nachhaltigkeit transportieren wollen – ohne ein Wort darüber verlieren zu müssen. Die Wirkung übernimmt das Papier von allein.
Naturpapier hat einen Informationscharakter – man kennt es aus Büchern und Zeitungen.
Bilderdruckpapier hingegen wird ehr als Werbemedium wahrgenommen, man kennt es viel aus Fachzeitschriften und Werbebroschüren.
Produktlösungen für Naturpapiere.
Einige Ideen für Druckprodukte auf Naturpapier
- Flyer & Folder
- Visitenkarten
- Banderolen (einseitig)
- Titel- und Rückseiten (Fächer & Co.)
- Einladungskarten
- Mailings
- Umschlag Broschüren & Kataloge (einseitig)
- Stülpschachteln
- Geschäftsberichte
- Präsentationsmappen / Angebotsmappen
- Buchumschläge
- Weihnachtskarten
- Speise- und Menukarten
- Briefbogen
- Schreibblocks, Notizbücher
- Urkunden
- Nachhaltige Kommunikationsmittel
- Und mehr...
Naturpapier ist nicht perfekt für Jede Druckveredelung geeignet. Brillante Farben wie Neon-Farben oder Metallic-Sonderfarben wie „Gold“ oder „Silber“ erzielen einen geringeren Effekt auf offenem Naturpapier. Veredelungen wie Prägen hingegen passen thematisch gut zum naturbelassenen Papier.

Heißfolienprägung
Kombinieren Sie Druckpodukte mit der eleganten und immer wieder faszinierenden Heissfolienprägung.

Relieflack
Relieflack – glänzend, erhaben. Perfekt zu kombinieren mit matten Oberflächen.

Spotlack
Spotlack – glänzend, dezent, ohne aufzutragen. Perfekt mit matten Oberflächen zu kombinieren.

Konturstanzung
Bringen Sie Druckprodukte in Ihre Wunschform. Kommunizieren Sie in Symbolen/Formen.

Prägung
Prägen Sie Ihr Produkt hoch oder tief. Lenkt die Aufmerksamkeit dorthin, wo Sie gebraucht wird.
Wirkt früher wie heute: elegant

Duftlack
Werbung die man riechen kann? Duftlack macht es möglich. Duftet nach Zimt, Vanille, Lavendel und vielem mehr.
Hilfe bei Ihren Druckdaten und weitere Informationen zu Naturpapieren
Für den Druck auf Naturpapier nutzen wir das Farbprofil PSO_SNP (ISO Uncoated v2) – der europäische Standard für ungestrichene Papiere im Offsetdruck. Das Profil legt fest, wie viel Farbe das Papier aufnimmt und wie sich Farben dadurch im fertigen Druck verhalten. (Im Vergleich: Bilderdruckpapiere ca. 300 % Farbauftrag, Naturpapier nur ca. 260–280 % Farbauftrag.)
Wichtig für Ihre Druckdatei: Bilder und Farbflächen müssen immer in das richtige Profil umgewandelt werden (in InDesign oder Photoshop über Bearbeiten → In Profil umwandeln). Das ist kein optionaler Schritt – sondern Pflicht. Arbeiten Sie ohne diese Umwandlung, kann es zu deutlichen Farbabweichungen kommen: Bilder wirken am Bildschirm oft kontrastreicher und satter, als Naturpapier es später tatsächlich wiedergeben kann.
Naturpapier reflektiert nicht – es nimmt auf. Die Farbe verläuft leicht in die offene Faserstruktur ein, statt nur auf der Oberfläche zu liegen. Kontraste wirken dadurch weicher, Schwarz bleibt sattes Dunkelgrau statt Tiefschwarz.
Dafür gibt es keine Reflexion und kein Blenden – das Druckbild bleibt unter jedem Licht und aus jedem Winkel gleich gut lesbar.
Im Vergleich zu Bilderdruckpapier wird der Unterschied am deutlichsten: Wo Glanz Brillanz und Tiefenkontrast liefert, liefert Naturpapier Ruhe und gleichmäßige Lesbarkeit – weniger Strahlkraft, dafür mehr Echtheit.
Beschriften funktioniert hervorragend: Kugelschreiber und Füller ziehen zuverlässig in die Faser ein, statt auf der Oberfläche abzuperlen. Für Formulare, Antwortkarten oder Unterschriftenfelder ist Naturpapier damit die deutlich praktischere Wahl.
Und auch beim Image dreht sich das Bild: Naturpapier wird mit Nachhaltigkeit, Reduktion und Echtheit assoziiert – ein klarer Vorteil für Marken, die genau diese Werte transportieren wollen. Wer hingegen auf maximale Bildbrillanz und klassische Hochglanz-Werbewirkung setzt – etwa bei Produktkatalogen mit Fokus auf Fotorealismus – ist mit Bilderdruckpapier besser beraten.
Eine echte Grenze gibt es trotzdem: Sehr fein gerasterte oder kontraststarke Fotomotive verlieren auf Naturpapier etwas an Brillanz und Schärfe gegenüber gestrichenem Papier (siehe Tonwertzuwachs). Für reine Bildbände mit Fokus auf Fotoqualität ist Naturpapier daher meist nicht die erste Wahl – für textbasierte, informationsgetriebene Druckprodukte dagegen genau richtig.
Preislich liegt Naturpapier in der Regel etwas über Bilderdruckpapier. Wer also rein nach Materialkosten entscheidet, landet zunächst bei Bilderdruckpapier.
Der wirtschaftliche Vorteil von Naturpapier liegt deshalb nicht im Einkaufspreis, sondern in der Wirkung: Glaubwürdigkeit, Vertrauen und ein nachhaltiges Image lassen sich kaum nachträglich einkaufen – mit der richtigen Papierwahl entstehen sie automatisch. Für Geschäftsberichte, Bücher oder Geschäftsausstattung, bei denen genau das zählt, ist der geringe Aufpreis eine Investition, die sich über die Wahrnehmung der Marke auszahlt.







































